Glossar Stammzellen

Adulte Stammzellen Stammzellen aus einer späteren Entwicklungsphase (etwa ab der dritten Woche der Embryonalentwicklung), die auf die Erzeugung bestimmter Gewebe festgelegt sind.
Blastozyste Frühe Phase des Embryos, entsteht beim Menschen etwa an Tag 5. Kugelförmiges Gebilde aus wenigen hundert Zellen, die in →Trophoblasten und →Embryoblasten unterteilt werden.
Embryoblasten Ein Zelltyp im Inneren der →Blastozyte. Aus Embryoblasten entwickelt sich der Embryo.
Embryonale Stammzellen Pluripotente Zellen, die aus frühen Stadien der Embryonalentwicklung gewonnen werden (meist aus →Blastozysten, aber auch schon aus dem 4-Zell-Stadium).
Epigenetik Langlebige Form der Genregulation. Dabei wird das Erbgut direkt oder indirekt so verändert, dass es nicht mehr abgelesen werden kann.
iPS Zellen Induzierte pluripotente Stammzellen, eine Form von künstlich erzeugten Stammzellen. Durch Einbringen von →Transkriptionsfaktoren werden normale Gewebezellen umprogrammiert und entwickeln ähnliche Eigenschaften wie →embryonale Stammzellen.
Kerntransfer Methode zur Erzeugung von Klonen. Dabei wird der Zellkern einer Zelle entnommen und in eine Eizelle (deren Erbgut vorher entfernt wurde) eingebracht.
Klon Die genetisch identische Kopie eines Organismus.
Multipotenz Multipotente Zellen können nur noch die Zellen eines einziges Gewebes hervorbringen, z.B. Herz oder Gehirn.
Pluripotenz Aus pluripotente Zellen können alle Gewebe des menschlichen Körpers entstehen.
Reproduktives Klonen Das Vervielfältigen von Zellen mit identischem Erbgut, um neue Lebewesen daraus zu schaffen.
Stammzellen Zellen die sich nicht nur selber vervielfältigen können, sondern sich auch zu anderen Zellen weiterentwickeln.
Teratom Krebsartiges Geschwür, in dem Zellen aus allen drei Keimblättern der Embryonalentwicklung enthalten sind. Ein Teratom kann nur aus pluripotenten Vorläuferzellen entstehen. Die Entstehung eines Teratoms unter Versuchsbedingungen gilt daher auch als Nachweis, dass untersuchte Zelltypen tatsächlich pluripotent sind.
Therapeutisches Klonen Das Vervielfältigen von Zellen mit identischem Erbgut, um eine Krankheit zu heilen oder ein beschädigtes Gewebe zu reparieren.
Totipotenz Totipotente Zellen können sich nach Einpflanzung in die Gebärmutter zu einem vollständigen Lebewesen entwickeln. Aus ihnen können nicht nur alle Körperzellen, sondern auch der embryonale Teil der Plazenta hervorgehen.
Transkriptionsfaktor Ein Protein, das die Aktivität von Genen an- oder abschalten kann.
Trophoblasten Ein Zelltyp auf der Oberfläche der →Blastozyste. Aus Trophoblasten entwickelt sich der embryonale Teil der Plazenta.