Glossar Genom

Assoziationsstudien Große klinische Studien, in den die Genome von tausenden Menschen verglichen werden, um Erbkrankheiten auf di Spur zu kommen; siehe auch hier. engl. genome-wide association studies
Basen Die "Buchstaben" des genetischen Codes. Kleine, stickstoff-reiche Moleküle mit basischen Eigenschaften. In der DNA finden sich die Basen A(denin), C(ytosin), G(uanin) und T(hymin).
Basenpaar Zwei komplementäre Basen (A+T bzw. C+G), die auf gegenüberliegenden Strängen der DNA-Doppelhelix liegen und diese durch schwache Bindungskräfte zusammenhalten.
Chromatin Das "Material" der Chromosomen, besteht aus DNA, Histonen und Nicht-Histon-Proteinen.
Chromosom Struktur im Zellkern, besteht aus Chromatin und enthält die Gene. Eine normale menschliche Zelle hat 46 Chromosomen (bzw. 23 Chromosompaare).
CNV Genkopiezahlvarianten (engl. copy number variation). Manche Gene liegen in variabler Kopienzahl vor, also mehr oder weniger als eine Kopie pro Chromosom (siehe auch hier).
DNA Desoxyribonukleinsäure. Großes Molekül, aufgebaut aus einer Aneinanderreihung von Nukleotiden. Träger der Erbinformation.
Doppelhelix Die Strukturform der DNA. Zwei DNA-Moleküle winden sich schraubenförmig umeinander und werden durch die Basenpaare zusammengehalten.
Gen Die grundlegende Einheit der Vererbung, von Eltern auf ihre Kinder weitergegeben. Ein Gen ist ein DNA-Abschnitt, der entweder zur Herstellung von Proteinen oder RNA dient (siehe auch hier).
Genom Die Gesamtheit der DNA, die sich in einer Zelle befindet (sowohl im Zellkern als auch in Mitochondrien). Damit auch die Gesamtheit der gespeicherten Erbinformation.
Genkopiezahlvariante siehe CNV
Histon Kleine, chromosomale Proteine, die aufgrund ihrer positiven Ladung die negativ geladene DNA aufwickeln können.
Homologe Rekombination Ein Vorgang, bei dem DNA-Stränge aufgebrochen und wieder neu zusammengesetzt werden. Der Austausch von DNA zwischen zwei homologen Chromosomen (also einem väterlichen und einem mütterlichen Chromosom) resultiert in einer Neu-Kombination der Gene.
microRNA Erst vor kurzem entdeckte kleine RNA-Moleküle (meist 20-30 Nukleotide lang), die u.a. die Aktivität von Genen regulieren.
Mutation Jegliche Änderung der Gene von ihrem ursprünglichen Zustand. Können Krankheiten verursachen, aber gutartig sein und zur normalen Variationsbreite gehören.
Nukleotid Baustein der Nukleinsäuren DNA und RNA. Besteht aus einem Zucker (Ribose bei RNA und Desoxyribose bei DNA), einem Phosphorsäurerest und einer Base.
RNA Ribonukleinsäure. Instabiles Schwestermolekül der DNA, das Ribose statt Desoxyribose als Nukleotid-Baustein verwendet.
Sequenz Abfolge der Basen auf der DNA oder RNA.
SNP Austausch einer einzelnen Base in der DNA-Sequenz, die bei sehr vielen Menschen vorkommt und weitervererbt wird. Kann Ursache von Krankheiten oder Teil der normalen genetischen Vielfalt sein(siehe auch hier). engl. single nucleotide polymorphism
Transkription Das Umschreiben von Information von DNA auf RNA.
Translation Die Übersetzung der Information auf RNA-Molekülen in eine festgelegte Abfolge von Aminosäuren, also die Herstellung von Proteinen.